LeistungenMarkt-InsightsVisibility SprintTeamErstgespräch buchen

Der Health-Markt verschiebt sich.

Fünf Verschiebungen entscheiden gerade über den Erfolg von OTC- und Health-Produkten: das Apothekensterben, Amazon als größter Kanal, die KI-gestützte Suche, die Drogerie als Gesundheitsort und die Wellness-Ökonomie. Die wichtigsten Zahlen — quellen-belegt.

Weniger Apotheken, mehr Online.

Die Zahl der stationären Apotheken sinkt seit Jahren — während der Online-Apothekenmarkt durch das E-Rezept und neue Player explodiert. Wer heute startet, startet in einen Markt im Umbruch.

17.041
Apotheken in Deutschland 2024 — rund 20 % weniger als 2009
bis 6.000
stationäre Apotheken könnten bis 2031 zusätzlich schließen (−33 %)
> 20 Mrd. €
möglicher Online-Apothekenumsatz bis 2030 (2026: ~6 Mrd. €)

Gleichzeitig drängen neue Akteure in den Markt: dm ist am 16.12.2025 mit der Onlineapotheke dm-med gestartet, Rossmann und Lidl prüfen den Einstieg. Der Wettbewerb verlagert sich vom Regal in den Algorithmus.

Quelle: Smile AI, „Pharmamarkt Insights 2025“ (Basis ABDA, IQVIA, Finanzberichte); dm-med Quartalsupdate Q1-2026.

Amazon ist Health-Kanal Nr. 1.

Ohne eigene Apotheke ist Amazon der größte Online-Health-Kanal Deutschlands — und wächst zweistellig. Für Hersteller ist Amazon kein Nebenkanal, sondern ein eigener Wettbewerbsraum mit eigener Logik.

~2,7 Mrd. €
Amazon.de Health-Umsatz 2025 — mehr als doppelt so viel nonRx wie Shop Apotheke
+17,7 %
Wachstum des Health-Umsatzes gegenüber Vorjahr
7,6 Mio.
analysierte Health-Produkte (ASINs); größter Bucket: Nahrungsergänzung

Sichtbarkeit, Reviews ab 4,3 Sternen und eine starke Produktseite entscheiden hier über Kauf oder Abbruch — mehr dazu unter Healthcare Marketing.

Quelle: Smile AI, „Amazon-Studie 26“ (Primärdatenanalyse Amazon Net Sales); SEMPORA OTC- & Apothekenmarktstudie 2026.

Die Suche wird zur Empfehlung.

Immer mehr Gesundheitsfragen laufen über KI-Assistenten statt über Google. Und KI nennt nicht zehn blaue Links, sondern eine Handvoll Marken. Wer dort nicht vorkommt, ist faktisch unsichtbar.

87 Mio.
KI-Konversationen mit Gesundheitsbezug pro Monat in Deutschland
21,3 Mio.
davon monatlich konkret zu Arzneimitteln (OTC, NEM, Rx)
1–5
Optionen nennt eine KI-Antwort typischerweise — der Rest fällt weg

Sichtbarkeit in KI-Antworten (Generative Engine Optimization) wird damit zum eigenen Kanal — siehe Visibility Sprint.

Quelle: Smile AI / Kaske Group, „AI Visibility Studie 26“ (Stand 02/2026).

Vom Point of Sale zum Point of Health.

Während Apotheken seltener werden, baut der Einzelhandel — allen voran Drogerien — Gesundheitsangebote aus. Die Konsumenten sind bereit, stellen aber klare Qualitätsanforderungen.

60 %
finden Gesundheitsservices außerhalb von Praxis/Apotheke grundsätzlich attraktiv
39 %
bevorzugen die Drogerie als Ort dafür — klar vor Supermarkt & Co.
~40 %
des OTC-/Nichtarzneimittel-Absatzes laufen bereits über Drogerie & Supermarkt
Quelle: Deloitte, „Vom Point of Sale zum Point of Health“, Konsumentenbefragung n=1.000 (2026).

Food, Health und Beauty verschmelzen.

Gesundheit wird zum Lebensstil. An der Schnittstelle von Ernährung, Gesundheit und Schönheit entsteht eine Wellness-Ökonomie, die größer ist als IT, Tourismus oder Sport.

6,8 Bio. $
globale Wellness-Ökonomie 2024 — Prognose 9,8 Bio. $ bis 2029
84 %
der Befragten im DACH-Raum nehmen mindestens ein Nahrungsergänzungsmittel
~50 %
erachten Ernährung, Gesundheit und Aussehen gleichzeitig als relevant
Quelle: GDI Gottlieb Duttweiler Institute, Studie Nr. 61 „Feelgood Revolution“, DACH-Befragung n=3.031 (2026).
Einordnung statt Rohdaten

Diese Zahlen sind der Ausgangspunkt, nicht die Antwort. Im Workshop übersetzen wir Marktdaten in eine konkrete Go-to-Market-Entscheidung für Ihr Produkt — mit durchgerechnetem Business Case.